Theaterwerkstatt Augsburg

Die Theaterwerkstatt Augsburg ist ein Forum für zeitgenössisches Theater und wird geleitet von Matthias Klösel. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen Inszenierungen von Stücken aus der eigenen Schreibwerkstatt, aber auch Produktionen und Bearbeitungen von Werken zeitgenössischer Autoren, die vom Mainstream abweichen.
Für die Projekte wird - immer neu - ein Pool aus SchauspielerInnen und RegisseurInnen aus der Region zusammengestellt.
Die Theaterwerkstatt hat kein festes Haus, sondern sucht, wenn möglich, für jede Inszenierung nach neuen, spannenden Aufführungsorten.

Pro Jahr produziert die Theaterwerkstatt Augsburg zwei Inszenierungen; eine kontinuierliche Arbeit soll gewährleistet sein.


Indien                 Foto: Ronald Hansch



















Leben bis Männer oder Der Fußballtrainer







Ein ganz gewöhnlicher Jude

















Shareholder Value















Nipple Jesus









Paradise lost















 

 

 

 

 

 

 






Das verräterische Herz








 

 



 

 











Fit for Fish

Auswahl bisheriger Arbeiten

2011

Indien
Komödie von Dorfer & Hader

Zwei Männer on the road. Unterwegs von Gasthof zu Gasthof. Tag für Tag und jeden Tag aufs Neue. Eine Urlaubsreise? Mitnichten.
Auf ihrer nervenaufreibenden Dienstreise erkunden die beiden ungleichen Wirtshausprüfer Bösel und Fellner die Niederungen der Provinz. Sie philosophieren über "Wiener Schnitzel", "Indien" und ihr "Verhältnis zum anderen Geschlecht".
Mit der Zeit entwickelt sich zwischen den beiden Männern, die sich anfangs nicht ausstehen können, eine anrührende Freundschaft. Die ein Leben lang halten könnte. Doch da klopft plötzlich und unerwartet Gevatter Tod an die Türe...
Die poetische und schwarz-humorige Komödie "Indien" der beiden österreichischen Kabarettisten Dorfer & Hader ist ein Roadmovie ganz besonderer Art: eine skurril-komische Arie vom Leben und Sterben des einfachen Mannes.

Spiel: Matthias Klösel, Reiyk Bergemann, Bernd Koroknay
Regie: Jürg Schlachter

Soundeinspielungen: Studio Tom Gratza
Sprecherin: Daniela Nehring

Termine: 15./21./22./26.1./18.2/19.2./25.2.2011 jeweils 20 Uhr

Aufführungsort:
Werkstattgalerie Krüggling, Singerstr. 7, 86159 Augsburg

Kartenpreise: 14 Euro, erm. 10 Euro

Vorbestellung:
Matthias.Kloesel@t-online.de
oder telefonisch unter 5894445

Kartenvorverkauf: Touristinfo Augsburg, Rathausplatz 1, 86150 Augsburg Tel.: 0821/5020724

Pressebericht: Augsburger Allgemeine
(Pdf-Datei)
Pressebericht: a3kultur (Pdf-Datei) www.a3kultur.de


2009

Leben bis Männer oder Der Fußballtrainer von Thomas Brussig,
Regie Reiyk Bergemann

Da zieht einer vom Leder, dass es kracht. Einer, der immer am Rand stand. Der atemlose, brüllend komische Monolog eines verkrachten Fußballtrainers aus der Provinz macht erschütternd klar, warum alles mit allem zusammenhängt - der Mauerschützenprozess mit der Evolutionstheorie und den spezifischen Eigenarten der Nationen. Na logisch, weil alles ist Fußball, und Fußball ist alles.
Dieser "Julius Caesar der Seitenlinie" bleibt immer hart am Mann - ein erbarmungsloser Verteidiger der eigenen Wahrheiten, fast immer treffsicher und manchmal auch haarscharf im Abseits.
Eine leidenschaftliche Steilvorlage für alle, die noch nie verstanden haben, dass die schönste Nebensache der Welt kein Stellungsfehler ist. Und für die anderen ist dieser runde Sache ohnehin ein Muss.

Tel.: 0821/5020724

Pressebericht (Pdf-Datei)


2009

Ein ganz gewöhnlicher Jude von Charles Lewinsky,
Regie Jürg Schlachter

Emanuel Goldfarb ist Journalist. Goldfarb lebt in Deutschland. Goldfarb ist Jude. Eine Einladung, vor einer Schulklasse über das Judentum zu sprechen, wird für ihn zum Anlaß, eine Bilanz seines Lebens zu ziehen.
Seine Ehe mit einer Katholikin - gescheitert. Weil er, obwohl Atheist, möchte dass der gemeinsame Sohn beschnitten wird. Einer der vielen Widersprüche, mit denen er nicht klar kommt. Sein Leben schwankt zwischen Anpassung und trotziger Betonung der jüdischen Tradition, eine fortwährende  Suche nach dem eigenen Selbstverständnis und dem Selbstverständnis einer nachgeborenen Generation von entwurzelten, vertriebenen und getöteten Juden, für die Deutschland, trotz allem was passiert ist, wieder eine Heimat geworden ist.
Als nach dem Holocaust in Deutschland lebender Jude will Goldfarb nichts weiter sein als ein ganz gewöhnlicher Mensch, ein ganz gewöhnlicher Jude. Doch die Gesellschaft drängt ihn in die Rolle des Außenseiters, weniger durch antisemitische Vorurteile als vielmehr durch demonstrativ bekundete Judenfreundlichkeit.

Pressebericht (Pdf-Datei)
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2008

Shareholder Value von Matthias Klösel, Regie Jürg Schlachter

Günther Otte ist Leiter der Personalabteilung eines großen Technologieunternehmens. Erfolgsverwöhnt, zupackend, dynamisch. Doch dann laufen die Dinge aus dem Ruder. Der selbstbewusste Manager wird von den Kollegen geschnitten, seine Frau will sich von ihm trennen, die Entlassung droht.   Ottes Fassade beginnt zu bröckeln. Immer mehr zieht er sich in seine Innenwelt zurück und grübelt über das erlittene Unrecht. Schließlich bricht sich die angestaute Wut eruptiv ihre Bahn. Otte läuft Amok.

Shareholder Value ist ein Stück über die globalisierte Gesellschaft, die den Einzelnen nur noch nach wirtschaftlichen Kriterien bewertet und die permanente Selbstausbeutung als Selbstverwirklichung interpretiert. Wer nicht funktioniert, lebt verkehrt. Versagen ist nicht eingeplant im ehrgeizigen Lebensentwurf. Der Amoklauf erscheint als letzter Ausweg einer gekränkten Persönlichkeit, die nicht mehr mithalten kann im globalen Wettlauf um Geld, Macht und Liebe..

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2007

Nipple Jesus von Nick Hornby, Regie Ute Legner

"Ein Jesusbild als pornographische Photomontage aus lauter Brustwarzen? Des geht doch net, oder?" - Das meint anfangs auch Aufseher Dave, der den "Nipple Jesus" in der Kunstgalerie bewachen soll.
Kult-Autor Nick Hornbys hintersinnige Geschichte über den ehemaligen Nachtclub-Rausschmeißer, der zum Museumswärter wird und - in einem psychologisch spannend aufbereiteten Ablauf - ein umstrittenes Bild zu lieben und zu verteidigen beginnt, ist witzig, stimmt nachdenklich, und wirft ein augenzwinkerndes Schlaglicht auf die Auswüchse des zeitgenössischen Kunstbetriebs.

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2006

Paradise lost von Christian Schäfer, Regie Christian Schäfer

Der Firma "Hagenbeck Genetics" ist ein sensationelles Experiment gelungen. Erstmals wurde aus einem zerzausten Affen ein perfektes Mitglied der menschlichen Gesellschaft  erschaffen, dynamisch und erfolgreich. Das Ergebnis hört auf den Namen "Lukas Schweinsteiger" und soll nun, durch die Präsentation einer Autobiographie, der staunenden Welt-Öffentlichkeit vorgestellt werden. Mit dem Verkauf der Geschichte vom  "Affen-Menschen" soll der Grundstein für ein Gen-Technik-Imperium von nicht gekannten Ausmaßen gelegt werden. Doch bei der Generalprobe für dieses Mega-Event geraten die hochtrabenden Pläne etwas ins Schleudern, die schöne neue Welt aus dem Genlabor droht aus den Fugen zu geraten. Aber "Hagenbeck Genetics" überläßt nichts dem evolutionären Zufall. Dieses Experiment muß ein Erfolg werden. Um jeden Preis.

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2005

Das verräterische Herz von Edgar Allen Poe, Regie Susanne Frense

"Alles was wir scheinen und schaun, ist nichts als ein Traum in einem Traum"

Edgar Allan Poe, der Altmeister des Unheimlichen und Phantastischen, hat auch gut 150 Jahre nach seinem rätselhaften Tod nichts von seiner schaurigen Faszination verloren.
In einer modernen, aufregenden Interpretation der Geschichten Poes entführt Sie der Schauspieler Matthias Klösel in düster faszinierende Welten und umkreist lustvoll die Umlaufbahnen von Besessenheit und Wahn.
Klangcollagen von Tom Gratza, Kerzenlicht und die außergewöhnlichen Räumlichkeiten im Kellergewölbe der Galerie Krüggling schaffen die unheimliche Atmosphäre zu diesem spannenden Theaterereignis. Horror vom Feinsten.

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2002

Fit for Fish von Matthias Klösel, Regie Nicole Schneider

Martin Volker Sommer ist der "beste aller Motivationstrainer". Wie ein Adler schraubt sich Mister Motivation immer höher in die reine Luft des positiven Denkens und des grenzenlosen Erfolgs. Doch auch Sommer war "einer von uns." Alkohol-, Ehe- und Gewichtsprobleme, alles hat er am eigenen Leibe erlitten. Aber als das Leben sich von seiner gemeinsten Seite zeigt, erscheint ein Lichtschweif am Horizont, Ausgerechnet auf einem stinkenden Fischmarkt überfällt unseren Helden neue Erkenntnis. Enthusiastisch entdeckt er die Werte der neuen Erfolgsgurus: Kreatives Selbstmanagement, Entwicklung der eigenen Ressourcen, Optimierung der Ich-AG. Doch auf die Euphorie folgt Ernüchterung, der Ich-AG droht der Konkurs. Martin Volker Sommer verheddert sich in seiner eigenen Erfolgsideologie. Der Adler ist zu hoch gestiegen und stürzt unrühmlich auf den harten Boden der Realität ab.

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